YouTube/Vimeo

Als YouTube noch ganz klein und noch keine Google-Tochter war, habe ich mein erstes Video hochgeladen. In den Jahren darauf kamen weitere Videos hinzu, die wichtigsten möchte ich auf dieser Seite vorstellen.

The Freeze & Resurrection Freeze

„The Freeze“ war ein weltweites Flashmob-Phänomen: Viele Menschen bleiben plötzlich an belebten für fünf Minuten stehen, eingefroren in ihrer Bewegung. Die Kameras sollten möglichst nicht sichtbar sein und sowohl die eingefrorenen Teilnehmer als auch die Reaktionen der Passanten filmen. Improv Everywhere wagte dieses Experiment in der New Yorker Grand Central Station.

Kurz darauf kamen Expats in Tokyo auf die Idee, etwas ähnliches zu machen. Der erste „Freeze“ fand im Nobel-Shopping-Viertel Ginza statt. Ich war beim Kamerateam dabei, die „Freezer“ wurden in drei Gruppen unterteilt, jeweils mit einem Anführer. Das Experiment lief zunächst wie geplant: Unsere Leute blieben stehen und wurden von immer mehr Unbeteiligten beobachtet. Dann wurde jedoch die Polizei auf die seltsame „Aufführung“ aufmerksam und versuchte die Teilnehmer anzusprechen. Diese nahmen ihre Aufgabe aber so ernst, dass sie sich dennoch nicht rührten. Am Ende nahm die Polizei zwei Personen mit, um herauszufinden, wer hinter dieser Aufführung steckte. Überraschenderweise wurde ich nicht befragt, obwohl ich die Szene filmte. Illegal war die Aufführung freilich nicht, sie blieb für die zwei ohne Folgen.

Trotz dieser Erfahrung sollte es bald eine Neuauflage geben: Resurrection Freeze. Diesmal sollten gleich mehrere Orte nacheinander besucht werden: Shibuya Station, Takeshita, Omotesando und die Brücke neben der Haltestelle Harajuku. Die Planung berücksichtigte die Polizei-Boxen in der Nähe. Auch in die Kameraführung wurde mehr Arbeit investiert, diesmal war ich nicht nur im Kamerateam, sondern übernahm auch den Schnitt. Der Schnitt ist auf die Musik abgestimmt und stellt die verschiedenen Orte parallel dar. Teilweise werden auch Splitscreen-, Slow-Motion- und Zeitraffer-Effekte eingesetzt. Der Splitscreen war auch aus der Not geboren, denn es wurden nicht an allen Orten HD-Kameras eingesetzt.

Okonomiyaki

Ein Abend mit drei Freundinnen in Harajuku, Yuki hat für uns Okonomiyaki zubereitet. Daraus habe ich dann ein kurzes Video gemacht und eine Musik gefunden, die erstaunlich gut zu den Bildern passt. Anders als bei einigen anderen Videos, ist die Original-Tonspur weiter zu hören. Musik und Kommentare ergänzen sich.

The Sea of Trees – Aokigahara

Als das Hiking-Meetup einen Ausflug in den Aokigahara-Wald ankündigte, war ich natürlich auch dabei. Einige meiner Freunde waren aber entsetzt, denn Aokigahara ist auch als der „Selbstmord-Wald“ bekannt, so benannt, weil sich dort überdurchschnittlich viele Japaner das Leben nehmen und schon so mancher Wanderer auf Überreste gestossen ist (Bücher, Kleidung z.B.). Tatsächlich ist der Wald aber nur dann gefährlich, wenn man die Wanderpfade verlässt, da es im Dickicht des Waldes sehr schnell unübersichtlich wird. Wer jedoch auf dem Pfad bleibt, wird weder Überreste finden, noch sich verlaufen und nur die Tafeln, die selbstmordgefährdete Menschen von ihrem Plan abhalten sollen, erinnern daran, dass dies kein normaler Wald ist.

Das Video entstand als Reaktion auf die Kommentare auf Facebook. Ich nutzte dafür die billigste Kamera mit Videofunktion, die ich hatte: Vivitar ViviCam 3610. Die Billigoptik dieser Kamera sorgt für ein verwaschenes, trübes Bild und lieferte genau die Bilder, die ich haben wollte.