Jaapan

1979

Atari 400/800

Atari brachte 1979 den Atari 400 heraus, einen Computer, der von vornherein für Spiele gedacht war, denn er besaß vier Joystick-Ports. Ausgestattet war er mit Spezialchips, die für Grafik und Sound zuständig waren. Entwickelt wurden diese Chips von dem späteren Amiga-Entwickler Jay Miner. Eine Schreibmaschinentastatur bot der Atari nicht, eine Folientastatur mußte herhalten, die zwar äußerst praktisch zu reinigen, aber nicht zum ernsthaften Programmieren geeignet war. Erstaunlicherweise haben diese Spezialchips 10 Jahre, bis zu den letzten Modellen, dem XE-Game System und dem 800XE, unverändert überstanden. Innen war er sehr solide ausgestattet, mit viel Metall. Wenn man den Computer auseinandernahm, sah man den terassenförmigen Aufbau der Platine. Der Computer war auf drei Steckkarten und einer Hauptplatine organisiert.


Vier Joystick-Ports und eine fantastische Grafik: Der Atari 400 war ein hervorragender Spielecomputer mit mieser Tastatur.

Der Atari 800 bot eine echte Schreibmaschinentastatur und gigantische 48KByte Ram, die ihn für den Einsatz in Büros und Universitäten geradezu prädestinierten. Bis auf den zweiten Modulschacht (der allerdings kaum genutzt wurde) war er ansonsten identisch mit seinem kleinen Bruder. Als Massenspeicher diente eine Atari-spezielle Datasette, ähnlich wie ein Kassettenlaufwerk. Zusätzlich konnte man aber noch ein 5.25 Zoll-Laufwerk anschließen, mit 90 KByte Fassungsvermögen.

Acorn Atom

Acorn debütiert mit dem Atom, dem Vorgänger zum späteren Erfolg BBC. Der Atom wird kein Megaseller, verkauft sich aber immerhin so gut, um den Computer weiterzuentwickeln.

Apple II+/Europlus

Apple führte seine Apple II-Reihe konsequent fort: der Apple II+/Europlus. Der Computer bot nun eine 80 Zeichen pro Zeile sowie eine höhere Auflösung. Insgesamt war dies ein Gerät, das vornehmlich für Anwendungen gedacht war. Besonders an Schulen und Universitäten bildete sich eine starke Stellung für Apple heraus.

CBM 3008

Einer der Nachfolger des PET 2001 war der CBM3008. Nachdem Commodore den Begriff PET nicht mehr verwenden dürfte, wurde die Reihe in Deutschland unter der Bezeichnung CBM (Commodore Büro Maschine) weitergeführt. Der CBM3008 sah seinem Vorgänger ziemlich ähnlich, doch die Taschenrechnertastatur wich einer professionellen Schreibmaschinentastatur und der RAM-Speicher war etwas größer. Der Kassettenrekorder war nicht mehr eingebaut, dafür gab es eine Zehnertastatur.

Motorola 68000

Manchmal dauert es etwas länger, bis eine CPU den Massenmarkt erreicht: 1979 stellte Motorola die 68000 CPU vor (16/32-Bit). Bevor sie in Maschinen wie dem Macintosh oder Atari ST ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen konnte, wurde sie hauptsächlich in Workstations eingesetzt.

Geburt der Adventures

Die jungen Heimcomputer brauchten Software - und neue Softwarefirmen lieferten sie. Infocom und Sierra OnLine wurden gegründet. Während Sierra erst später in den 80ern mit den legendären Quest-Adventurespielen größeren Erfolg hatte, startete Infocom mit Textadventures, die bis heute einen hervorragenden Ruf genießen. Erstes Produkt von Infocom war das bereits 1977 entwickelte Zork, welches von der PDP-10 damals gängige (Apple II, TRS-80) und später auch auf den C64 portiert wurde. Zork wurde aus Speicherplatzgründen in drei Teile aufgeteilt und inhaltlich gegenüber der Ursprungsversion erweitert.

 

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